2017-Firmspender-Vorstellung

Liebe Firmkandidatinnen und Firmkandidaten!

Ich freue mich, dass ich am 29. April in Eurer Pfarre das Sakrament der Firmung spenden werde. Deshalb möchte ich mich kurz vorstellen: Ich bin in Klagenfurt geboren und in Klagenfurt und in Graz in die Schule gegangen. Nach einem Jahr beim Bundesheer habe ich Theologie und Englisch studiert. Mit ungefähr 17 Jahren war es für mich zum ersten Mal klar: ich will Priester werden. Anlass dafür waren einige Priester, die ich bewundert habe. Sie haben mir gezeigt, dass es eine schöne Aufgabe ist, Menschen auf Ihrem Lebensweg und auf dem Weg zu Gott zu begleiten.
1976 wurde ich von Bischof Johann Weber zum Priester geweiht. Anschließend war ich in verschiedenen Pfarren tätig, und seit 1991 besteht meine Aufgabe in der Aus-bildung der zukünftigen Priester, Pastoralassistentinnen und Religionslehrer und -lehrerinnen. Ihr könnt Euch vorstellen, dass es auch in meinem Leben nicht nur Er-folge gibt, sondern auch Schwierigkeiten. Aber mein Beruf macht mir große Freude – auch deshalb, weil ich viel mit Menschen und viel mit jungen Leuten zu tun habe.  
Ich freue mich darauf, Euch das Sakrament der Firmung zu spenden. Ich denke dabei nicht nur an meine eigene Firmung, sondern auch an die vielen Mädchen und Bur-schen, die ich in Firmgruppen auf dieses Sakrament vorbereitet habe. Wie sie so habt vermutlich auch Ihr im Blick auf den Glauben und die Kirche Fragen. Das gehört da-zu. Und ich erinnere mich noch gut daran, wie wichtig für mich Menschen waren, die mir auf meine Fragen Antworten gegeben haben. Ich wünsche Euch solche Frauen und Männer – gerade auch jetzt in der Vorbereitung auf die Firmung!
Das Wesentliche der Firmung kann man ganz einfach sagen. Gott schenkt den Men-schen, die ihn darum bitten, einen neuen Geist – den Geist, der auch im Leben und Wirken Jesu wirksam gewesen ist. Wir nennen ihn im Christentum den Heiligen Geist, den Geist Gottes. Damit er in uns wirken kann, müssen wir nicht nur durch ein Gebet um ihn bitten, sondern ihm auch Raum geben. Das geschieht dann, wenn wir versuchen, den Egoismus aufzugeben und aufmerksam, hilfsbereit und ehrlich zu leben, wenn wir die Sakramente – z.B. die Heilige Messe, die Firmung usw. feiern.   
Wie der Geist Gottes wirkt, das können wir an vielen Christinnen und Christen able-sen. Die gibt es in Eurer Umgebung, es sind große Heilige, aber auch ganz einfache vorbildliche Christinnen und Christen. An ihrem Leben kann man erkennen, wie der Geist Gottes wirkt. Das spiegelt sich z.B. auch in einem Gebet, das dem Heiligen Franziskus zugeschrieben wird:  

„Herr, mach mich zu seinem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst,
dass ich verzeihe, wo man beleidigt,
dass ich verbinde, wo Streit ist,
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist,
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht,
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis herrscht,
dass ich Freude bringe, wo Kummer wohnt.    
Herr, lass mich trachten:
nicht nur, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste,
nicht nur, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe,
nicht nur, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe,
denn wer gibt, der empfängt,
wer sich selbst vergisst, der findet,
wer verzeiht, dem wird verziehen,
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.“

In diesem Gebet klingt alles an, was Ihr Euch vom Sakrament der Firmung und vom Geist Gottes erwarten könnt. Es soll Euch stärken im Glauben an Gott den geheim-nisvollen Schöpfer des Universums; in einer tatkräftigen Liebe, die das Leben menschlich macht; und in der Hoffnung auf das Leben über den Tod hinaus. Das wünsche ich Euch von Herzen!  
 
Ich freue mich darauf, euch kennen zu lernen!
Bernhard Körner

 



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